Die Geschichte der wenigen HTR-TRISO-Kugelbett (oder-haufen) Reaktoren ist bis heute bewegter als die der vielen Leichtwasser-Reaktoren. Schon bald nach ihren ersten Erfolgen in der Kernforschungsanstalt Jülich gab es Widerstand von Politik, Medien und anderen Interessen in der Branche.
Man ahnte wohl, dass die Tage der etablierten Leichtwasser-Technik gezählt würden, wenn die Vorteile der gaufreien HT-Reaktoren erkannt würden. Dass man keinen GAU mehr zu fürchten habe und kein Endlager für Hunderttausende Jahre benötigen würde, sprach gegen alle gewohnten Denkschulen. Das wollte man nicht hochkommen lassen. Und wer davor zu schützen wusste in der Politik, dem konnte man vertrauen.
Hinzu kam die in Deutschland besonders erfolgreiche Angstmache vor der Atomstrahlung, die in Japan 1945 so unermessliches Leid verursacht hatte. Man unterschied nicht zwischen Kriegswaffen und friedlicher Nutzung. Vor allem linkes und grünes Gedankengut mit dem Fernziel DeGrowth wurde immer stärker verbreitet und führte in den 80-er Jahren zum politischen Wechsel in NRW. Eine Delegation deutscher Kenntnisträger mit Ministerpräsiden Rau wurde 1988 aus Moskau zurückgerufen, bevor sie die dort erwarteten Vorträge halten und Kontakte knüpfen konnte.